
Gedenkstätten
Gedenkstätten sind Orte des Erinnerns, Lernens und der Auseinandersetzung mit Geschichte. Als Einsatzstellen für Freiwillige bieten sie die Möglichkeit, zur Vermittlung historischer Themen beizutragen und Verantwortung für das gesellschaftliche Erinnern zu übernehmen. Freiwillige unterstützen die Bildungsarbeit, helfen bei Veranstaltungen, Recherchen oder Ausstellungen und begleiten Besuchergruppen. Dabei setzen sie sich aktiv mit Vergangenheit und Gegenwart auseinander und leisten einen wichtigen Beitrag zu Demokratiebildung und Erinnerungskultur. Ein Einsatz in einer Gedenkstätte eröffnet intensive Lernerfahrungen, stärkt historisches Bewusstsein und fördert Empathie, Reflexion und gesellschaftliches Engagement.
Hier kannst du mitwirken
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen in Oranienburg erinnern an das Konzentrationslager Sachsenhausen, das von 1936 bis 1945 ein zentraler Ort nationalsozialistischen Terrors war. Heute ist die Gedenkstätte ein bedeutender Ort der Erinnerung, des historischen Lernens und der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit. In Ausstellungen, Bildungsangeboten und Führungen wird die Geschichte des Ortes vermittelt und ein Beitrag zur historischen Verantwortung und Demokratiebildung geleistet.
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück erinnert an das größte Frauenkonzentrationslager im nationalsozialistischen Deutschland. Von 1939 bis 1945 waren hier über 120.000 Frauen, Kinder und auch Männer inhaftiert. Heute ist der Ort ein bedeutendes Zentrum der Erinnerung, der Forschung und der politischen Bildung. In Ausstellungen, Seminaren und Bildungsprogrammen wird die Geschichte des Lagers vermittelt – mit dem Ziel, das Gedenken wachzuhalten und für Menschenrechte, Demokratie und Verantwortung in der Gegenwart zu sensibilisieren.
Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam
Die Gedenkstätte versteht sich als zeithistorisches Museum mit besonderen bildungspolitischen Aufgaben. Grundlage ihrer vielfältigen Tätigkeiten bilden die Forschung sowie das Sammeln und Bewahren historischer Zeugnisse zur Geschichte des sowjetischen Untersuchungsgefängnisses. In Dauer- und Sonderausstellungen, Veranstaltungen und mit einem breiten pädagogischen Programm informiert die Gedenkstätte über den historischen Ort und die mit ihm verbundenen Haftschicksale. Das Aufgabenspektrum wird durch ein humanitäres Anliegen ergänzt: die Betreuung und Begleitung ehemaliger Gefangener und ihrer Angehörigen.
Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde Brandenburg an der Havel
Die Gedenkstätte in Brandenburg an der Havel erinnert seit 2012 am historischen Ort an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. In einer Dauerausstellung wird über die Ermordung von mehr als 9.000 kranken und behinderten Menschen im Jahr 1940 informiert. Dabei stehen sowohl die historischen Hintergründe als auch die Schicksale der Opfer im Mittelpunkt. Ergänzt wird die Gedenkstätte durch eine Freiluft-Ausstellung, ein Archiv, eine Bibliothek und pädagogische Angebote. Zudem wird die Entwicklung des Gedenkens nach 1945 dargestellt, das trotz der Zerstörung vieler Gebäude bis heute erhalten blieb.
